25 August 2005

Tschechien, Berlin, Utah: Polizei dreht durch

Eigentlich hat das gar nicht soviel mit Wahlkampf zu tun. Doch letztlich ist schon interessant, welche Partei rechtstaatliche Grundsätze am besten wahrt.

In den letzten Wochen gab es aus verschiedenen Ländern bedrohliche Meldungen über komplettt überzogene Polizeieinsätze. Erst knüppelte die tschechische Polizei ein Techno-Festival zusammen und löste damit Massenproteste in Prag aus.

Dann stürmte ein Sondereinsatzkommando der Berliner Polizei die Proll-Diskothek "Jeton" um nach eigener Aussage BFC Dynamo Hooligans in Gewahrsam zu nehmen. Dabei verletzte die Polizei dutzende Personen, die Anwesenden mussten stundenlang am Boden gefesselt verharren, durften nicht aufs Klo, wurden geschlagen. Auch wenn es sich beim "Jeton" um eine miese Disko und unter den Besuchern ein paar Hooligans waren - so etwas darf in einem Rechtstaat nicht passieren. Auch Prolls und Hooligans (sofern es denn welche waren) sind Menschen. Gegen den Einsatz, bei dem zufällig auch ein Journalist anwesend (der auch misshandelt wurde) war, haben die Grünen eine parlamentarische Untersuchung gefordert. Auch im Blog des Grünen Spitzenteams äußert sich Volker Beck gegen den Einsatz.

Und nun haben amerikanische SWAT-Teams auch noch mit Maschinenpistolen eine Rave-Party in Utah gestürmt.

Irgendwo hört Sicherheit auf und wird zur Bedrohung für Bürgerrechte und Demokratie.
Für die WM 2006 verheißt der Berliner Polizeieinsatz übrigens nichts Gutes.

1 Comments:

Anonymous Anonym said...

und nun haben...

Der chronologischen Richtigkeit halber sei gesagt, dass der Vorfall in Utah bereits letztes Wochenende stattfand.

26/8/05 03:31  

Kommentar veröffentlichen

<< Home