20 August 2005

Rechtsabbieger in der Union

Es ist ja nichts wirklich neues: da biegen mal wieder einige in der CDU rechts ab. Jüngstes Beispiel der sächsische CDU-Mann Henry Nitzsche, der mit der Vichy-Regime & NPD-Parole "Arbeit, Familie, Vaterland" antritt - und diese selbst nach massiver Kritik nicht zurücknimmt. Claudia Roth stellt übrigens folgerichtig im Grünen-Blog fest, dass Rassismus aus der Mitte kommt.

Wer CDU wählt, wählt gleichzeitig rechte bis rechtsradikale Leute ins Parlament. Ob das ein Beckstein ist, der jeden Versuch Deutschland endlich zum Einwanderungsland zu deklarieren, torpediert oder einen Schönbohm, der - wenn er nicht gerade gegen Ossis pauschalisiert - auch gerne mal ein Interview der rechtsradikalen "Junge Freiheit" gibt. In der Union sind Antisemiten wie Hohmann zuhause, oder ein Koch der ausländerfeindliche Unterschriftenkampagnen organisiert.

Update: Und noch mehr: Koch und Rüttgers wollen Emotionen schüren - gegen den Türkei-Beitritt.

Rassismus kommt aus der Mitte. Dass sich die CDU nicht von ihrem Rechtsausleger Nitzsche verabschiedet, zeigt eindeutig, dass diese Positionen ins Repertoire der CDU gehören (sollen). Aber nicht nur dahin: auch "Herz schlägt links"-Lafo versuchte ja mit seinem "Fremdarbeiter"-Ding im trüben rechten Wählerreservoir zu fischen. Wer das tut, egal aus welcher Partei, der macht die Rechten gesellschaftsfähig - und verbrüdert sich im Geiste mit den Schmuddelkindern von NPD, DVU und Reps.